Erfolg ist eine Entscheidung

Es kursieren viele Vorurteile über erfolgreiche Menschen. Eines davon ist, dass sie einfach nur das Glück gehabt haben, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Manche glauben auch, dass den wenigen Auserwählten ein sogenanntes „Erfolgs-Gen“ mit in die Wiege gelegt wurde. Das klingt wie sechs richtige im Lotto und damit wie etwas, dass man weder initiieren, noch beeinflussen kann. Aber warum ist Erfolg dann planbar? Und warum lässt sich Erfolg immer wieder generieren?

Ein Unternehmer muss permanent Entscheidungen treffen, die von strategischer Bedeutung sind, weil sie die Ausrichtung und Zukunft des ganzen Betriebes beeinflussen. »Investieren wir in die Technik?«, »Sollten wir fusionieren?«, »Stellen wir uns global auf?«. Solche Situationen sind sehr komplex und meist auch mit Risiko behaftet. Das Bewusstsein für diese Komplexität und die ungeheure Tragweite führen nicht selten zum Zögern. Bisweilen wird auch gar keine Entscheidungen getroffen, was streng genommen dann auch eine ist, nämlich die für den Stillstand und damit Misserfolg.

 

Doch selbst bei weniger folgenreichen Fragen fällt es manchen Menschen schwer, Entscheidungen zu treffen. Möglicherweise haben sie es nie gelernt. Vielleicht scheuen sie die Veränderung. Denn auch wenn die sogenannte Komfortzone selten komfortabel erscheint, bietet sie doch Sicherheit. Diese Menschen wollen zwar den Erfolg, aber möchten keinerlei Risiko eingehen. Ohne die entsprechenden Schritte, werden sie jedoch nie wissen, worin ihr wahres Potenzial liegt und wozu sie in der Lage sind. Die Forschung zeigt, dass Menschen erfolgreich ihre Ziele erreichen, weil sie spezielle Dinge tun und weniger, weil sie speziell sind. Erst durch die Entscheidung entstehen der Wille und ein Ziel.

 

Natürlich bedarf es dabei einer gründlichen Vorbereitung. Schließlich sollen nicht noch mehr Probleme geschaffen, sondern möglichst welche beseitigt werden. Doch genau daran hapert es meist. Zum einen, weil eine gründliche Vorbereitung aufwendig ist, zum anderen weil die Komplexität der Entscheidungssituation überfordernd wirkt. Oft tauchen schon beim ersten Nachdenken zahlreiche Pros und Kontras auf, und nicht selten wird dann der guten Lösung die schnelle vorgezogen. In Folge dessen wird viel Aufwand und Geld in Projekte investiert, ohne das die dahinterliegenden Prämissen und Erfolgsaussichten genauer analysiert werden.

 

Mithilfe des TWOS-Masterplans die richtigen Entscheidungen treffen

 

  1. Setzen Sie sich ein konkretes Ziel! Erfolg bedeutet das Erreichen selbstgesetzter Ziele. Indem Sie sich Ziele setzen, programmieren Sie Ihr Gehirn. Und je konkreter Sie dabei vorgehen, desto effektiver kommen Sie voran. Ein konkretes Ziel gibt nämlich nicht nur Orientierung, sondern setzt auch Motivation frei. Motivation wiederum gehört mit zu den Schlüsselfaktoren für persönlichen Erfolg. Menschen mit Zielen nehmen Schwierigkeiten in Kauf.
  2. Finden Sie Ihre Stärken heraus! Wirklich erfolgreiche Menschen schlagen aus ihren Talenten Kapital. Wenn Sie sich selbst nicht sicher sind, über welche Fähigkeiten Sie verfügen, fragen Sie einfach Freunde und Kollegen. Die werden Ihnen sicher sagen können, was sie am meisten an Ihnen schätzen. Oder Sie suchen sich einen professionellen Sparringspartner – beispielsweise einen Coach, der mit Ihnen eine Stärken-Schwächen-Analyse durchführt.
  3. Überprüfen Sie Ihre Motive: Reflektieren Sie, was Sie antreibt. Wenn Sie wissen, warum Sie etwas tun, sind Sie eher bereit, Schwierigkeiten auf sich zu nehmen. Denken Sie aber auch an mögliche Hindernisse. Was können Sie tun, um Versuchungen zu widerstehen?
  4. Entwickeln Sie eine Strategie! Die meisten lohnenden Ziele erfordern Zeit, eine gute Planung, Einsatzbereitschaft und ein hohes Maß an Durchhaltevermögen. Daran führt kein Weg vorbei. Überwachen Sie dabei regelmäßig ihre Fortschritte. Nur wer weiß, wo er steht, kann seine Strategien an die Situation anpassen.
  5. Setzen Sie um! Warten Sie nicht bis der richtige Moment kommt, das Projekt abgeschlossen oder der größte Stress vorbei ist. Es gibt nicht den richtigen oder falschen Zeitpunkt – sehr wohl aber die verpasste Gelegenheit. Und ganz wichtig: nehmen Sie sich nichts vor, sondern fällen Sie eine Entscheidung! Innere Entscheidungen werden zu 200% mehr umgesetzt als bloße Vorhaben.

 

Fazit: Erfolg braucht drei Dinge: eine Entscheidung, einen guten Plan und den Willen diesen nicht nur anzugehen, sondern auch durchzuziehen. Mit Glück hat Erfolg wenig zu tun – eher mit dem Mut, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Niemand muss zu einer anderen Person werden, um erfolgreich zu sein. Es geht nie darum, was Sie sind. Es geht immer darum, was Sie tun. Deshalb: Entscheiden Sie selbst!

 

Autorin: Elke Antwerpen

Empathie als zentrales Führungsinstrument

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Bei den Managern früher als »Psycho-Gedöns« belächelt, avancierte die Empathie in unserer monetär ausgerichteten Business-Welt binnen eines Jahrzehnts zum zentralen Führungsinstrument. McGregor ́s Theorie X, wonach Menschen nur unter Druck arbeiten, ist widerlegt. Zahlreiche amerikanische Studien belegen: Mitarbeiter sind unter empathischer Führung durchaus zu Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Eigenständigkeit in der Lage. Ein sozial kompetenter Vorgesetzter sorgt nicht nur für ein gutes Betriebsklima, sondern insbesondere auch für steigende Umsätze. Somit gehört Empathie zu den relevanten Anforderungen, die man heutzutage an eine gute Führungskraft stellt.

Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es ein völlig anderes Verständnis von Führung in deutschen Unternehmen. Der Chef galt als oberste Respektperson. Er allein fällte Entscheidungen und erteilte Befehle. Während sich in der Politik sukzessiv das Mitbestimmungsrecht durchsetzte, hielt die Wirtschaft lange am autoritären und streng hierarchischen Führungsprinzip fest.

 

Inzwischen hat sich das Bewusstsein der Unternehmer verändert, nicht zuletzt auch, weil die Anforderungen in der Wirtschaftswelt gewachsen sind. Im Zuge der Globalisierung ist vieles größer, weiter und schneller geworden. Kapital und Waren werden mittels moderner Technik ans andere Ende der Welt transferiert und Handelspartner sprechen nicht nur linguistisch betrachtet eine völlig andere Sprache. Wer hier nicht Schritt hält, befindet sich bald auf dem wirtschaftlichen Abstellgleis. Und wer weiter am Führungsprinzip „Befehl und Kontrolle“ festhält, dem laufen über kurz oder lang die Mitarbeiter weg. Denn auch wenn es situationsbedingt nach wie vor sinnvoll sein kann, Befehle zu erteilen, sind sich die Experten einig: Ein motivierter Mitarbeiter leistet um ein Vielfaches mehr als einer, der lediglich Anweisungen befolgt. Und so hat sich nach dem Untertanentum und einer kurzen Phase der kollektiven Desorientierung (Laissez-faire) der demokratische Führungsstil als sinnvolle Synthese erwiesen. Er zeichnet sich vor allem durch die Entfaltung der Kreativität und Förderung der Selbstständigkeit von Mitarbeitern aus. Bilanzzahlen, Lagerbestände, Unternehmensstrategien – all das ist nach wie vor existenziell wichtig für ein Unternehmen. Neben den hard facts gewinnen jedoch die soft facts zunehmend an Bedeutung. Wie erfolgreich ein Unternehmen ist, hängt immer auch von der sozialen Kompetenz seiner Führungskräfte ab.

 

Was ist Empathie?

Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort »empatheia« für »Einfühlung« ab und bezeichnet die Fähigkeit, sich in die Gedanken, Gefühle und das Weltbild von anderen hineinzuversetzen. Dabei geht es nicht darum, aus der eigenen Perspektive oder einer rationalen, objektiven Sichtweise zu werten, sondern die Welt mit den Augen des anderen zu betrachten und nachzuvollziehen, was ihn zu bestimmten Handlungen oder Meinungen bewegt. Um eine gute Balance zwischen unternehmerischen Interessen und denen der Mitarbeiter zu erreichen, bedarf es bestimmter Informationen. Wenn also der Chef weiß, wie sein Mitarbeiter »gestrickt« ist, kann er ihn entsprechend motivieren, fördern und auch fordern. Er kann Gefühle wahrnehmen und emotionale Reaktionen verstehen, mit Differenzen umgehen und trotz Interessengegensätzen die Position anderer ernst nehmen. So lernt er sich und andere in Stresssituationen besser verstehen, kritischen Situationen vorzubeugen oder im Konfliktfall umsichtiger zu reagieren.

 

Ist Empathie lern- und trainierbar?

Entwicklungspsychologischen Erkenntnissen zufolge gehört die Fähigkeit, mit anderen mental zu interagieren und in emotionale Resonanz zu treten, schon zur vorgegebenen psychischen Grundausstattung des Menschen. Allerdings ist das Einfühlungsvermögenögen bei jedem unterschiedlich entwickelt. Die individuellen Unterschiede basieren auf biologischen Komponenten (Prädisposition) und Umwelteinflüssen (Sozialisation). Wer nie oder nur selten Empathie erfahren hat, weiß schlichtweg nicht, wie es geht. Und wem allgemein für soziale Interaktionen nützliche Fertigkeiten sowie Selbstachtung, Ich-Stärke und Wahrnehmungsvermögen fehlen, dem dürfte es schwerfallen, sich in andere hineinzuversetzen.

 

Voraussetzungen zum Erlernen von Empathie

Um das Einfühlungsvermögenögen zu verbessern, muss neben der Schärfung der Sinneswahrnehmung auch das aktive Zuhören trainiert werden, um etwas über die Motive und Beweggründe des anderen zu erfahren. Denn empathisches Können braucht vor allem praktische Erfahrung. Übungsfelder stellen beispielsweise die monatlichen Befindlichkeits-Checks in Teambesprechungen dar. Durch die einfache Frage: „Wie erleben Sie derzeit die Arbeitssituation?“, erhält die Führungskraft wichtige Informationen über die aktuelle Stimmung. Auch Mitarbeiterbeurteilungsgespräche eignen sich vorzüglich zur Einübung der genannten Fertigkeiten.
Der unternehmerische Nutzen, der in der sozialen Kompetenz einer Führungskraft liegt, ist ebenso legitim wie der Wunsch des Mitarbeiters nach einem aufrichtigen Interesse an seiner Person. Emotionen sind nach wie vor das wichtigste Bindemittel zwischen Menschen. Sie halten ein Team zusammen und bewirken Loyalität. Eine gute Führungskraft sollte demnach neben der Fähigkeit, klar und analytisch zu denken, ebenso in der Lage sein, zu motivieren und zu lenken. Letztendlich ist es die Kombination von IQ und EQ, was eine erfolgreiche Führung ausmacht. Und je höher es die Karriereleiter geht, desto mehr gewinnt dabei Empathie an Relevanz. Sie stellt längst ein unverzichtbares Führungsmittel des modernen Managements dar.

 

Autorin: Elke Antwerpen

Verdienen Sie Ihr Geld mit dem, was Sie am besten können?

Sich auf seine Stärken zu konzentrieren, klingt selbstverständlich, wenn man schnell und nachhaltig Erfolg haben will. Ein Blick auf die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen deutscher Unternehmen zeigt allerdings oft genau das Gegenteil. Im Glauben, dass Mitarbeiter nur das lernen müssen, was sie nicht können oder jeder alles gleich gut können sollte, dominiert die Sicht des Schwächeren. Dabei ist es keineswegs so, dass der Leitsatz „Stärken stärken“ unbekannt wäre. Er findet nur leider wenig Anwendung. Und das, obwohl es nachweislich einen Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit von Mitarbeitern und deren Produktivität gibt.

Die Ursache dafür sehen viele im Bildungssystem. Denn es ist ein Teil unserer Lernkultur, dass wir auf die Schwachstellen fokussieren mit dem mühsamen Versuch, es in diesen Bereichen zumindest zu einer akzeptablen Leistung zu bringen. Manche meinen, mit viel Fleiß aus einer Schwäche gar eine Stärke machen zu können. Dabei erreichen sie trotz großer Anstrengungen höchstens Mittelmaß. Wir werden also früh mit Misserfolg und Frustration konfrontiert und dem Gefühl, defizitär zu sein. Die eigentlichen Talente – unser Grundkapital für Zufriedenheit und Erfolg – werden als selbstverständlich hingenommen oder bleiben unentdeckt. Dieses Dilemma setzt sich bis ins Berufsleben fort. Arbeitgeber achten meist primär auf die generelle Eignung, also darauf, ob der vorgegebene Wert an Eigenschaften gemäß dem Anforderungsprofil erfüllt ist. Formale Qualifikationen erhalten somit Priorität vor individuelle Stärken. Kaum jemand fragt danach, auf welchen Gebieten sich der Bewerber am stärksten fühlt, was er gerne macht und worin er sich weiterentwickeln möchte.

 

Höchstleistungen werden auf Gebieten erzielt, wo bereits Präferenzen liegen

Würden Unternehmen mehr in die Entwicklung der individuellen Potentiale ihrer Mitarbeiter investieren, wären Motivationstrainings überflüssig. Mitarbeiter brauchen einfach nur Aufgaben, bei denen sie ihre Stärken ausleben können. So kommen mit hoher Lerngeschwindigkeit und Durchhaltevermögen Spitzenleistungen zustande. Was nicht bedeutet, dass Schwächen ignoriert werden sollen. Die Devise lautet eher, Defizite zu kompensieren und Kooperationspartner zu finden, die genau dort ihre Stärken haben, wo die eigenen Schwachpunkte liegen. »Stärken stärken« bedeutet, den Fokus auf die Potenziale zu richten, Zugang zu den persönlichen Ressourcen zu finden, Ziele zu definieren und Erfolgsstrategien zu entwickeln.

 

Den meisten fehlt das Vertrauen auf die eigenen Stärken

Leider fehlt den meisten Menschen das Vertrauen in die eigenen Stärken. Zum einen, weil sie ihre Fähigkeiten unterschätzen, zum anderen, weil sie sich derer nicht einmal bewusst sind. Das wiederum liegt daran, dass vieles von dem, was wir wirklich gut machen, als selbstverständlich betrachten, und zwar umso mehr, je weniger Mühe etwas bereitet. Können wird oft nur dann als Stärke (an-) erkannt, wenn es mühselig erlernt wurde. Erst damit rückt es ins Bewusstsein.
 Ein weiterer Grund für die blinden Flecken liegt in der mangelnden Erforschung und Förderung unserer Potenziale. Wer es gewohnt ist, den Blick primär auf die Schwachstellen zu richten, der verliert seine Stärken schlichtweg aus dem Sichtfeld. Die permanente Konzentration auf die Defizite kostet enorm viel Energie und demotiviert zugleich.

 

Die Voraussetzung für Erfolg besteht im Wissen um die eigenen Stärken

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die persönlichen Stärken herauszufinden. So könnten Sie darüber nachdenken, wofür Sie das meiste Lob erhalten, zu welchen Themen Sie gerne um Rat gefragt werden oder wobei Sie die größte Leidenschaft entwickeln. Oft können Freunde oder die Familie da weiterhelfen, da sie einen objektiveren Blick darauf haben. Oder Sie erinnert sich daran, womit Sie sich als Kind viel und gerne beschäftigt haben. All das führt auf die richtige Spur.
Professionell lassen sich die individuellen Stärken durch Profiling und Coaching exakt ermitteln. Der Coach hilft Ihnen, die Perspektive zu erweitern und den Fokus auf die Fähigkeiten und Ressourcen zu lenken, die jeder Mensch, jedes Team und jedes Unternehmen besitzt. Das ist umso wichtiger, je mehr sich das Gefühl der Schwäche bereits manifestiert und Unsicherheit breitgemacht hat. Mit der Konzentration auf die Stärken steigt nicht nur Ihr Selbstbewusstsein, sondern auch Ihre Leistungsbereitschaft. Beides sind wichtige Voraussetzungen für Wachstum und Profit. Wenn also Arbeitgeber ihre Mitarbeiter konsequent ihren Talenten entsprechend einsetzen würden, gäbe es deutlich weniger Mittelmaß und Frustration. Stattdessen würde mit Leidenschaft Spitzenleistungen produziert. Kein anderer Weg führt schneller und leichter ans Ziel!

 

Autorin: Elke Antwerpen

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