Ein Blick sagt alles

Blickkontakte sind wichtige Ausdrucksmittel der Körpersprache und damit ein Bestandteil der nonverbalen Kommunikation. Als »Spiegel der Seele« vermag kaum eine andere Mimik so viel Informationen über den Gesprächspartner zu vermitteln wie Blicke. Sie transportieren die Emotionen, Stimmungen oder auch Absichten einer Person.

Mir fällt immer wieder auf, wie wenig Menschen einem beim Gespräch anschauen. Dabei ist der Blickkontakt entscheidend für eine gute und vertrauensvolle Verbindung. Schauen wir unserem Gegenüber in die Augen, signalisieren wir ihm Interesse und Aufmerksamkeit. Wir zeigen, dass wir ihn wahrnehmen und bauen damit eine Verbindung zu ihm auf. Damit aber nicht genug: Blicke geben uns auch verlässliche Informationen über den anderen.

 

Die Augen sagen etwas darüber aus:

 

    • Was die Person bisher erlebt hat: Hat jemand in seinem Leben viel Ärger, Trauer oder Verzweiflung bewältigen müssen, sind oftmals die Augen von diesen schweren Zeiten gezeichnet. Umgekehrt gilt Gleiches: Menschen, die überwiegend erfolgreich durchs Leben gegangen sind und viele Momente des Glücks erlebt haben, mögen zwar ein paar Falten um die Augen herum besitzen, strahlen aber insgesamt eine gewisse Lebensfreude aus.

    • Ob die Gefühle echt sind: Wenn sich keine Lachfältchen um die Augen bilden, sondern nur der Mund bewegt, kann es sein, dass unser Gegenüber nur Freude vortäuscht. Neben Freude ist auch Angst sehr gut an den Augen zu erkennen. Wer sich vor seinem Vorgesetzten fürchtet, kann es noch so gut verbergen. Man wird die Angst immer an seinen Augen ablesen.

    • Wie sympathisch ich dem anderen bin: Verhaltensforscher fanden heraus, dass eine Vergrößerung der Pupillen ein Zeichen von Sympathie und Zustimmung darstellt – und zwar weltweit. Auf diese Art könnten wir auch erkennen, an welcher Stelle des Gespräches der richtige Zeitpunkt gekommen ist, dem Vorgesetzten die Höhe unsere Gehaltsforderung zu nennen – nämlich dann, wenn sich seine Pupillen weiten und er damit unbewusst schon Zustimmung signalisiert hat.

 

Fazit: Blicke geben vieles über unsere Gefühle und Gedanken preis, egal, ob wir es wollen oder nicht. Augen können lächeln, Freude ausstrahlen, durchdringen, zustimmen, fragend, zweifelnd oder ablehnend wirken. Informationen, die durch Blickkontakt übermittelt werden, werden intensiver wahrgenommen als solche ohne diesen.

 

Autorin: Elke Antwerpen

Erfolg ist eine Entscheidung

Es kursieren viele Vorurteile über erfolgreiche Menschen. Eines davon ist, dass sie einfach nur das Glück gehabt haben, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Manche glauben auch, dass den wenigen Auserwählten ein sogenanntes „Erfolgs-Gen“ mit in die Wiege gelegt wurde. Das klingt wie sechs richtige im Lotto und damit wie etwas, dass man weder initiieren, noch beeinflussen kann. Aber warum ist Erfolg dann planbar? Und warum lässt sich Erfolg immer wieder generieren?

Ein Unternehmer muss permanent Entscheidungen treffen, die von strategischer Bedeutung sind, weil sie die Ausrichtung und Zukunft des ganzen Betriebes beeinflussen. »Investieren wir in die Technik?«, »Sollten wir fusionieren?«, »Stellen wir uns global auf?«. Solche Situationen sind sehr komplex und meist auch mit Risiko behaftet. Das Bewusstsein für diese Komplexität und die ungeheure Tragweite führen nicht selten zum Zögern. Bisweilen wird auch gar keine Entscheidungen getroffen, was streng genommen dann auch eine ist, nämlich die für den Stillstand und damit Misserfolg.

 

Doch selbst bei weniger folgenreichen Fragen fällt es manchen Menschen schwer, Entscheidungen zu treffen. Möglicherweise haben sie es nie gelernt. Vielleicht scheuen sie die Veränderung. Denn auch wenn die sogenannte Komfortzone selten komfortabel erscheint, bietet sie doch Sicherheit. Diese Menschen wollen zwar den Erfolg, aber möchten keinerlei Risiko eingehen. Ohne die entsprechenden Schritte, werden sie jedoch nie wissen, worin ihr wahres Potenzial liegt und wozu sie in der Lage sind. Die Forschung zeigt, dass Menschen erfolgreich ihre Ziele erreichen, weil sie spezielle Dinge tun und weniger, weil sie speziell sind. Erst durch die Entscheidung entstehen der Wille und ein Ziel.

 

Natürlich bedarf es dabei einer gründlichen Vorbereitung. Schließlich sollen nicht noch mehr Probleme geschaffen, sondern möglichst welche beseitigt werden. Doch genau daran hapert es meist. Zum einen, weil eine gründliche Vorbereitung aufwendig ist, zum anderen weil die Komplexität der Entscheidungssituation überfordernd wirkt. Oft tauchen schon beim ersten Nachdenken zahlreiche Pros und Kontras auf, und nicht selten wird dann der guten Lösung die schnelle vorgezogen. In Folge dessen wird viel Aufwand und Geld in Projekte investiert, ohne das die dahinterliegenden Prämissen und Erfolgsaussichten genauer analysiert werden.

 

Mithilfe des TWOS-Masterplans die richtigen Entscheidungen treffen

 

  1. Setzen Sie sich ein konkretes Ziel! Erfolg bedeutet das Erreichen selbstgesetzter Ziele. Indem Sie sich Ziele setzen, programmieren Sie Ihr Gehirn. Und je konkreter Sie dabei vorgehen, desto effektiver kommen Sie voran. Ein konkretes Ziel gibt nämlich nicht nur Orientierung, sondern setzt auch Motivation frei. Motivation wiederum gehört mit zu den Schlüsselfaktoren für persönlichen Erfolg. Menschen mit Zielen nehmen Schwierigkeiten in Kauf.
  2. Finden Sie Ihre Stärken heraus! Wirklich erfolgreiche Menschen schlagen aus ihren Talenten Kapital. Wenn Sie sich selbst nicht sicher sind, über welche Fähigkeiten Sie verfügen, fragen Sie einfach Freunde und Kollegen. Die werden Ihnen sicher sagen können, was sie am meisten an Ihnen schätzen. Oder Sie suchen sich einen professionellen Sparringspartner – beispielsweise einen Coach, der mit Ihnen eine Stärken-Schwächen-Analyse durchführt.
  3. Überprüfen Sie Ihre Motive: Reflektieren Sie, was Sie antreibt. Wenn Sie wissen, warum Sie etwas tun, sind Sie eher bereit, Schwierigkeiten auf sich zu nehmen. Denken Sie aber auch an mögliche Hindernisse. Was können Sie tun, um Versuchungen zu widerstehen?
  4. Entwickeln Sie eine Strategie! Die meisten lohnenden Ziele erfordern Zeit, eine gute Planung, Einsatzbereitschaft und ein hohes Maß an Durchhaltevermögen. Daran führt kein Weg vorbei. Überwachen Sie dabei regelmäßig ihre Fortschritte. Nur wer weiß, wo er steht, kann seine Strategien an die Situation anpassen.
  5. Setzen Sie um! Warten Sie nicht bis der richtige Moment kommt, das Projekt abgeschlossen oder der größte Stress vorbei ist. Es gibt nicht den richtigen oder falschen Zeitpunkt – sehr wohl aber die verpasste Gelegenheit. Und ganz wichtig: nehmen Sie sich nichts vor, sondern fällen Sie eine Entscheidung! Innere Entscheidungen werden zu 200% mehr umgesetzt als bloße Vorhaben.

 

Fazit: Erfolg braucht drei Dinge: eine Entscheidung, einen guten Plan und den Willen diesen nicht nur anzugehen, sondern auch durchzuziehen. Mit Glück hat Erfolg wenig zu tun – eher mit dem Mut, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Niemand muss zu einer anderen Person werden, um erfolgreich zu sein. Es geht nie darum, was Sie sind. Es geht immer darum, was Sie tun. Deshalb: Entscheiden Sie selbst!

 

Autorin: Elke Antwerpen

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